|
|
Die Geschichte vom 18. Kamel
Die alte Geschichte wurde von mir ein wenig verändert: "Ein Wesir hatte 3 Söhne. Nach seinem Tod vermachte er seinen 3 Söhnen seine 17 Kamele mit folgendem Testament: Der Älteste möge die Hälfte der Kamele erhalten; der mittlere Sohn ein Drittel der Kamele und der Jüngste ein Neuntel der Kamele. Die Söhne fragten alle Mathematiker des Landes, keiner konnte das Problem lösen. Da es keine Antwort gab, fragten sie einen Weisen. Was ist die Antwort eines Weisen, d.h. die Antwort der Weisheit? Ich weiss es auch nicht!! (Denn Wissen kann Tore verschliessen und Nichtwissen und Fragen haben öffnet Tore, die vorher verschlossen waren). Ein Weiser handelt. Daher sagte der Weise: ich besitze ein einziges Kamel und das gebe ich euch hinzu, dann könnt ihr teilen. Dadurch (= durch das weise Handeln) kam zu den 17 Kamelen ein 18. Kamel hinzu und nun konnten sie teilen: der älteste Bruder bekam die Hälfte von 18, also neun Kamele; der mittlere Bruder bekam ein Drittel von 18 , also sechs Kamele; der jüngste Bruder ein Neuntel von 18, also zwei Kamele. Nun addierten sie: 9 plus 6 plus 2 = 17 und sie konnten dem Weisen sein 18. Kamel zurückgeben. In dieser Geschichte wird das 18. Kamel nur benötigt, um die Teilung vorzunehmen, d.h. es steht nur dabei, es gehörte nie dazu. Ich bezeichne das homöopathische Mittel als „das 18. Kamel". Es wird gebraucht, um einen Schritt weiterzugehen im Leben, ein Stück heiler zu werden, es dient der „Wiederherstellung der Gesundheit" (nach § 2 Hahnemanns Organon) und ist damit ein Werkzeug für den Heilungsweg des kranken Menschen. |
|
|
© Anne Schadde · Heilpraktikerin Homöopathie und Psychotherapie
|
||